4. Führerscheinrichtlinie 2023

Die EU plant 2023 eine neue Führerscheinrichtlinie, folgendes kann sich für den PKW-Führerschein und die Fahrprüfungen ändern.

Die aktuelle 3. Führerscheinrichtlinie wird grundlegend von der EU überarbeitet um einheitliche Regeln für alle EU Bürger zu schaffen. Nachdem die 4. Führerscheinrichtlinie verabschiedet ist, muss diese noch ins jeweilige Landesrecht übernommen werden. Folgende Dinge sind aus meiner Sicht sehr spannend und könnten uns VanLifer mehr Flexibilität bringen.

  • Camper mit 4,25 Tonnen mit Klasse B fahren
  • Mindestalter für die LKW und Bus Klasse (C, D) auf 18 Jahre senken
  • Digitaler Führerschein (QR-Code)
  • Führerscheinentzug: EU-weite Anerkennung

Erhöhung der Gesamtmasse für die Klasse B

Aktuell dürfen Inhaber der Führerscheinklasse B Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen fahren. Dies schränkt natürlich unsere Camper extrem ein, so dass man bei einem Ausbau sehr auf das Gewicht der einzelnen Materialien achten muss. Wenn nun die Erhöhung von 750 kg kommt, dann bekommen wir mehr Flexibilität im Ausbau und können noch mehr mitnehmen. Gerade die Kastenwagen kommen sehr schnell an die Begrenzung von 3,5 Tonnen, vor allem wenn man all seine Tanks auffüllt. Man muss bedenken, 100 Liter Wasser sind 100 kg die uns fehlen und jede weitere Person die mit uns fährt, reduziert unsere Ladung.

Senkung des Mindestalters für die LKW und Bus Klasse (C, D)

Aktuell darf man erst mit 21 Jahren den LKW Führerschein und für den Bus Führerschein muss man mindestens 24 Jahre sein. Wenn beides nun auf 18 Jahre gesenkt wird, dann könnte die Jugend noch größere Fahrzeuge fahren, was den Ausbau von Campern deutlich verbessern würde. So hat man dann überhaupt keine Probleme mit der Zuladung mehr.

Natürlich ist die Senkung eher dem geschuldet, das in der Transportbranche viele Arbeitskräfte fehlen und man so die Jugend vielleicht eher catchen kann.

Der digitale Führerschein und QR-Code

Bild von Alexa auf Pixabay

Der digitale Führerschein soll seine zweite Chance bekommen. Dies soll Kontrollen vereinfachen, wenn man alles in einer App hat, denn das Smartphone wird seltener vergessen als sein Führerschein oder Personalausweis. Der QR-Code soll den Führerschein noch fälschungssicherer machen als dies aktuell mit dem Chip auf der Karte ist. Ich persönlich finde, jede Karte die man einsparen kann sollte man einsparen, denn Platz ist wertvoll im Portemonnaie.

EU-weiter Führerscheinentzug und einheitliche Grenzwerte

Der wohl umstrittenste Punkt ist die Vereinheitlichung der Grenzwerte für Alkohol- und Drogenkonsum sowie die vergabe der Punkte bei Verstößen. In einer zentralen Datenbank sollen zukünftig alle Vergehen gespeichert werden, so das Polizeikontrollen vereinfacht werden. Die Kehrseite der Medaille ist, das ein Führerscheinverlust in Italien dann auch in Deutschland gilt. Ich befürchte allerdings, dass die Grenzwerte für Alkohol- und Drogenkonsum eher angehoben werden anstatt rigoros eine 0,0 Promille Grenze zu haben. Alkohol und Drogen haben am Steuer nichts zu suchen!

Wie ist deine Meinung zu den geplanten Änderungen? Im großen und ganzen bin ich dafür, bin da allerdings auf die entsprechende Umsetzung in Deutschland gespannt. Deutschland kann alles – bis auf Digital.

Oliver

VanLifer, Baujahr 1980, Vater, Sohn, Bruder, Freund.
Unterwegs bin seit dem 25.06.2020 mit einem Pössl Fiat Ducato L4H3.

Du hast Fragen zum Thema VanLife? Du möchtest dich unterhalten? Kein Problem, melde dich einfach bei mir.

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